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Die Welterberegion am Dachstein mit ihren an den Fels geschmiegten Orten, klaren Seen und fruchtbaren Almen bot seit jeher perfekte Voraussetzungen für eine Besiedelung. Bereits während der Eiszeit ließen sich hier Menschen nieder, wie der Fund eines künstlich durchbohrten Höhlenbärenknochens in der Rieseneishöhle beweist.
Darüber hinaus gibt es aus der Jungsteinzeit Funde, die nahe legen, dass die Menschen schon damals vom verborgenen Schatz des „Weißen Goldes“ – des Salzes – wussten.
Inmitten des Salzkammerguts, im Herzen Österreichs befindet sich diese bezaubernde Welterberegion. Der einzigartige Zusammenklang einer alten Kultur- und Siedlungstradition mit atemberaubender Natur wurde durch die UNESCO mit dem Titel „historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ ausgezeichnet und zum Weltkulturerbe erklärt. Die Region um Hallstatt ist seit der Bronzezeit eng mit der Salzgewinnung verbunden und zählt zu den ältesten Kulturlandschaften Europas - eingebettet in eine Gegend, die durch hohe Berge, dunkle Seen, helle Gletscher und schroffe Felsen geprägt ist. Ihre Vielfalt und Gegensätze, die gelebte Tradition und nicht zuletzt die Menschen machen den Charme dieser Landschaft aus.
Rieseneishöhle und Mammuthöhle
Die Dachstein-Rieseneishöhle liegt hoch über dem Trauntal und ist von der Schönbergalm in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Das Eis bildet sich durch Sickerwasser, das vom Dachsteinplateau durch Fugen und Spalten im Fels in die Höhle gelangt. Wenn die Außentemperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, in den Höhlenräumen aber noch Kaltluft lagert, friert das eindringende Wasser und bildet so jene herrlichen Eisobjekte, die den Zauber der Rieseneishöhle ausmachen. Selbst wenn es im Sommer durch das Eindringen wärmeren Wassers zu einem geringfügigen Abschmelzen des Eises kommt, ist die Wachstumsbilanz positiv – der winterlich-frühlingshafte Zuwachs ist größer als der sommerlich-herbstliche Eisverlust und garantiert so weiterhin ein großartiges Naturerlebnis.
Der Name Mammuthöhle wurde von den Entdeckern wegen der gewaltigen Ausmaße der unterirdischen Räume und Gänge in diesem Höhlensystem gewählt. Derzeit sind mehr als 60 Kilometer dieser Gänge erforscht, knapp ein Kilometer davon kann bei den Führungen durchwandert werden. |
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